Fritz-Schwein

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Mittwoch, 17. Dezember 2014

7 Tage Taupo - Koschd' nix...

Heiligs' Blechle des könnend ihr euch fei gar ned vorstelle: Wir drei Sparschweine haben tatsächlich im teuren Taupo einen DOC-Campingplatz mit wunderschöner Aussicht gefunden, auf dem man 7 Tage lang für lau bleiben darf:




 Zwar verfügte "Reid's Farm" weder über Strom noch fließendes Wasser aus dem Hahn, aber dafür gab's die typischen Plumsklos, die täglich gesäubert wurden, einen glasklarer Fluss, mit dessen Wasser man sich und und das benutze Geschirr putzen konnte, und laute(r) nette andere Camper.
Ich behaupte mal 50 % der Camper waren zu 90 % der Zeit nicht ganz Herr all ihrer Sinne, aber dafür haben sie uns mit Gesangsdarbietungen un anderen zirkusreifen Showeinlagen bestens unterhalten. Aber keine Sorge liebe Freunde der Wurst, euer Mohrenköpfle hat - dank regelmäßiger Patrouillefahrten der hiesigen Polizei - trotzdem seinen nötigen Schönheitsschlaf vollziehen können.

Auch die Stadt und der namens gleiche See Taupo waren nicht nur einen Blick wert:





Um Sprit zu sparen, sind wir zum Einkaufen ca. 1 Stunde zu Fuß in die Stadt gelaufen und haben die großen Reiserucksäcke so voll gepackt, wie nur irgend möglich, um nicht nochmal runter und wieder hoch laufen zu müssen. Ich sag euch, das Schleppen war definitiv eine wirkungsvolle Methode, um die eigenen Pfunde purzeln zu lassen. Aber das reichte meinen zwei verrückten, menschliche Begleitern noch lange nicht an sportlicher Betätigung: Da ihnen der Fluss auf dauer zu kalt zum Baden (und weit und breit keine Dusche in Sicht) war, haben sie beschlossen ganz früh morgens aufzustehen und im Schweinsgallop zu den 
ca. 6 km entfernten heißen Quellen zu joggen, um dort - vorm täglichen Ansturm der Touristen-Massen - ein ungestörtes, kostenloses Bad im mehr als warmen Wasser nehmen zu können:




Auf dem Rückweg wurde Gott sei dank ein Schweine freundlicheres Tempo angeschlagen und wir haben noch einen kleinen Stopp bei den
 Huka-Falls machen können:






Nachdem unser Spaceship allerdings mehr als vier Tage nur gestanden hatte, beschloss es leider Freitag abends
kurz
vor Schlafenszeit zu streiken: Sowohl die Batterie für Kühlschrank und DVD-Player als auch die eigentliche Autobatterie haben zeitgleich den Geist aufgegeben und wir konnten nicht mal mehr die Türen auf oder zu schließen, geschweige denn das Raumschiff starten. Da ich kleines Entdeckerschwein ja aber meinen Schönheitsschlaf brauche, konnte ich meine beiden Reisebegleiter davon überzeugen, dass es mehr Sinn macht erst am nächsten Tag Hilfe zu rufen.
Natürlich hätte ich kleines Mechanikerschwein mit einem zweiten Fahrzeug auch ohne professionelle Hilfe das Spaceship wieder zum Fliegen gebracht, aber die Autovermietung vergibt mit Absicht keine Starterkabel an die Mieter, um Schäden, die bei Falschanwendungen verursacht werden können, vorzubeugen.


Daher haben wir den Rettungsruf ganz früh am nächsten Morgen per Handy abgeschickt und die Autovermietung hat uns nur knapp 20min später (schneller als der ADAC) einen ansässigen "Autofachmann" vorbei geschickt. Der Gute hatte die typische Kiwi-Gelassenheit: In FlipFlops und kurzer Hose kam er an und hat mit einer Ladebatterie in Null,Nichts unser Spaceship wieder zum Schnurren gebracht. Warum genau die Batterien den Geist aufgegeben hatten, konnte uns aber nicht mal sein schlaues Fehlerauslesegerät verraten. Aber eins hat er uns netter Weise versichert: Er kann nicht feststellen, dass es unser Fehler ist und daher müssen wir auch nicht für seine Dienste bezahlen, sondern die Autovermietung. Na das hört das kleine Sparschwein doch gerne. Mal sehen ob es auch tatsächlich dabei bleibt. Auf jeden Fall gehen wir jetzt kein Risiko mehr ein und fahren das Raumschiff täglich gassi bzw. lassen zumindest den Motor ein bisschen laufen, damit die Batterien laden können.


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